Die Geschichte des Hofes // Episode 1

Wem gehörte der Hof Alt-Blankenburg 6/8? Was ist hier geplant? In Episode 1 trifft der Blankenburger Ortschronist Hansjürgen Bernschein auf Geschäftsführer Manuel Schottmüller. Erfahren Sie historische Details und warum es gar nicht so einfach ist, aus dem denkmalgeschützten Hof, eine Kita zu bauen.

Historie des Gehöfts

Die Hofstelle Alt-Blankenburg 6/8 (Dorfstraße 22) wurde zur Zeit der Dorfgründung im 13. Jhd. als Bauernstelle angelegt. Sie ist spätestens im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges wüst geworden bzw. von einem der herrschaftlichen Besitzer in Blankenburg gelegt und eingezogen worden.

1708 wird die Hofstelle in den Taxen zum Verkauf des Rittergutes an den preußischen König Friedrich I. durch die nunmehr allein herrschende Familie von Barfuß als Gärtnerhaus ausgewiesen.
Der Gutsgärtner des Rittergutes war für die Hege und Pflege des Lustgartens und der Obstgärten zuständig. Auf dem Grundstück befand sich zu der Zeit ein mit Holzschindeln gedecktes Wohnhaus im vorderen Gartenbereich. Darüber hinaus ist bekannt, dass im Garten ein gewölbter Keller sowie eine Weinpresse existiert haben.

1885 übernahm Wilhelm Neubauer das Gärtnergrundstück und unterhielt auf dem Grundstück neben einer kleinen Ackerwirtschaft eine nicht unbedeutende Rosenzucht. Dabei ersetzte er auch das ursprüngliche Wohnhaus durch das jetzige, fünfachsige Wohnhaus erbaut um 1900 durch Rudolph Bach aus Bernau. Sein Sohn Otto führte als Handelsgärtner den Hof noch einige Zeit fort, bis sich die Spuren der Familie Neubauer in den 1970ziger Jahren verlieren.

In der Folge übernahmen Günther und Renate Uhle den Hof. Von deren Kindern wiederum hat die Hanna gGmbH das Grundstück Alt-Blankenburg 6, 8 in 2018 erworben.

Quelle: „Alt-Blankenburg – Ein Dorf im Wandel der Zeit –“, Hansjürgen Bernschein, S. 173-174